Google Panda – Neuer Algorithmus bringt Google-Ranking ins Wanken.

Der Panda ist ein Sympathieträger und etwas wählerisch was seine Nahrung anbelangt. Wählerisch ist mit Sicherheit auch Googles Panda. Aber wohl genau deswegen nicht gerade ein Sympathieträger, vor allem unter SEO-Spezialisten. Denn während beim echten Panda bekannt ist, was er mag und was er nicht mag, ist das von Googles Panda kaum bekannt.

Deshalb überraschte es auch viele Websites, Online-Shops und Blogs, plötzlich von Googles Panda verschmäht zu werden und sich von einem Tag zum nächsten am Ende der Suchergebnisliste wieder zu finden.

Eine der natürlichsten Reaktionen des Menschen ist es, daraufhin erst einmal beleidigt zu sein und seinem Unmut Luft zu machen, indem man Google mit allerlei Vorwürfen überhäuft. Hat sich der erste Ärger gelegt, dann lohnt aber ein Blick auf die Kriterien, die Googles Panda walten lässt und die durchaus ein System erkennen lassen.

Natürlich hat sich Google bereits selbst erklärt , allerdings klingt das Statement eher, als wollte sich Google der Öffentlichkeit gegenüber rechtfertigen. Noch dazu ist die Google-Frageliste für den Website-Betreiber kaum hinreichend konkret, als dass er nun im Detail wüsste, was er ändern müsste, oder was ihn aus den Top-Ten geschmissen hat.

Genau diese Details sind es aber, die nicht nur für die Website-Betreiber, sondern auch für die Experten von Link-Assistant.Com entscheidend sind, um zu wissen, welche Backlinks die Software zukünftig suchen soll und was bei der Off-Page-Optimierung entscheidend ist. SEO-Tool-Anbieter Link-Assistant.Com konnte hier im Wesentlichen vier Kriterien ausmachen, die offenbar für den neuen Suchalgorithmus entscheidend sind:

Benutzerverhalten – Besucherzähler waren gestern

Wichtig sind zukünftig Besucher, die die Website besuchen und dort bleiben. Eine hohe Absprungrate von Usern, die fälschlich auf der Website gelandet sind oder nach dem Laden der Website gleich weitersuchten, waren in Zeiten, in denen Besucherzähler auf der Startseite noch üblich waren, durchaus gewollt; nun erreichen sie aber genau das Gegenteil. Hohe Verweildauer und eine niedrige Absprungrate sind jetzt die wichtigen Indikatoren für Google Panda. Wichtiger werden in diesem Zusammenhang auch Erwähnungen in Social Media wie Tweets, Likes und natürlich „+1“-Bewertungen.

Werbung schmeckt dem Panda nicht

Viel Werbung und wenig Information sind keine guten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Ranking. Auch Click-Through-Rates geben Google Aufschluss darüber, ob auf der Website überhaupt in erster Linie qualitativer Content zu erwarten ist oder nicht.

Thin Content macht auch nicht satt

Dass Thin Content bei Nutzern nicht gerade populär ist und dadurch auch die Absprungrate hochtreibt, ist nur ein Problem. Problematischer ist, dass Google nun selbst viel aktiver den Content untersucht. Duplikate, Copy-Paste und Machine-Translations hinterlassen keinen guten Eindruck mehr. Auch Fehler in Grammatik und Rechtschreibung werden nun stärker berücksichtigt.

Warum zu viele Backlinks aufstoßen und welche Konsequenzen aus Panda zu ziehen sind:

Natürlich sind auch für den Panda Backlinks wichtig. Aber man sollte vielleicht einmal überprüfen, wo nach dem Roll-Out von Googles letztem Panda-Update die Seiten rangieren, von denen man bislang Backlinks erhielt. Wenn man hier nicht aufpasst und die Backlink-Partner mehrheitlich ans Ende der Suchergebnisse sortiert wurden, kann es leicht passieren, dass die eigene Seite mit hinunter gezogen wird.

Was bedeuten diese Ergebnisse nun in der Praxis?

Websites, die bislang versuchten, vor allem mit zahlreichen SEO-Tricks den Suchmaschinen gegenüber gefällig zu sein, statt den Nutzern etwas zu bieten, wurden abgestraft. Für eben solche heißt es nun zurück auf Los und weitgehend neu anfangen: echten Content aufbauen, bessere Backlinks gewinnen und Werbung zurückfahren.

Aber Google Panda ist natürlich auch nur ein Algorithmus, mit dem Ergebnis, dass viele Websites zu Unrecht abgestraft wurden. Hier empfiehlt es sich in Hinblick auf die Kriterien, Google zu schreiben und darzulegen, warum man sich zu Unrecht abgestraft fühlt. Nun wird nicht unbedingt jede einzelne Website von Hand wieder an ihren „angestammten“ Platz gesetzt werden. Aber solche Feedbacks können dazu beitragen, dass beim nächsten Panda-Update solche Kollateralschäden abnehmen.

Wenn es bei Google Verlierer gibt, dann gibt es zwangsläufig auch Gewinner, denn die guten Plätze in den Suchergebnissen gibt es schließlich immer noch, es befinden sich dort nur andere Websites als damals. Durch das teils sehr rigorose Abstrafen sehr vieler Websites ist die Luft an der Spitze dünner geworden.

Hochqualitative Websites haben nun viel eher die Chance die Erfolge ihrer Arbeit zu nutzen. Dies gilt aber auch für die großen Verlierer des neuen Rankings. Für die wurden die Karten neu gemischt und die Möglichkeiten mit einer neuen hochqualitativen Website vorn wieder mit dabei zu sein, sind gut.

Anständige SEO-Arbeit statt fragwürdiger Techniken

Ist Google Panda nun ein Fluch oder Segen? Die Experten von Link-Assistant.Com jedenfalls begrüßen Panda: „Suchmaschinenoptimierung wurde in den letzten Jahren zunehmend assoziiert mit unlauteren Methoden, Tipps und Tricks, die eigene Website zu pushen, gleich wie schlecht diese auch gewesen sein mag. Gute Ergebnisse machten sich verdächtig und anständige SEO-Arbeit hatte teilweise das Nachsehen gegenüber fragwürdigen Techniken. Daher denken wir, dass Panda trotz einiger Ungerechtigkeiten generell eine gute Sache ist, die auch den Ruf der SEO insgesamt verbessern wird. Denn Panda bedeutet, wieder eine gute Website zu optimieren und nicht in erster Linie nach Möglichkeiten zu suchen, zweitklassige Websites bei Google gut dastehen zu lassen.“

Redakteur: Elke Witmer-Goßner (Quelle: www.searchsoftware.de)

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